Welche Erwartungen haben Investoren an die Berichterstattung und Transparenz von Vergütungssystemen? Welche Erwartungen haben Unternehmen? Wie soll eine nachvollziehbare Darstellung von Vergütungssystemen aussehen?

 

2.1. Der Vergütungsbericht soll das Vergütungssystem und die daraus resultierenden Vergütungshöhen in verständlicher Form, auch durch geeignete Graphiken und Tabellen darstellen.

2.2. Der Vergütungsbericht soll für jedes Vorstandsmitglied die Vergütungshöhe, die Bemessungsgrundlagen, Erläuterungen zur „Pay-for-Performance-Relation“, die erzielbare Maximalvergütung – und die hierfür zu erreichenden Rahmenbedingungen ausweisen.

2.3. Mindestens ex-post soll im Vergütungsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr über die Bemessungsgrundlagen/KPIs, deren Zielsetzungen (Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte), deren Gewichtung und die Zielerreichungen der variablen Vergütung berichtet werden.

Erläuterung: Die transparente Darstellung soll ermöglichen, die Performance des jeweiligen Unternehmens nachzuvollziehen und die resultierenden Vergütungen begründen. Verwendete KPIs, die nicht einem anerkannten Rechnungslegungsstandard entstammen, und deren Herleitung sind detailliert zu erläutern.

2.4. Diskretionäre – positive wie negative – Vergütungsfestlegungen des Aufsichtsrats sollen nachvollziehbar erläutert werden.

2.5. Sonderzahlungen außerhalb des regulären Vergütungssystems sollen unterlassen werden und sind, falls ausnahmsweise vorgenommen, transparent zu machen und adäquat zu begründen.

2.6. Vergütungserhöhungen sollen transparent und nachvollziehbar dargestellt sowie adäquat begründet werden. Dabei soll auch darauf eingegangen werden, welche Vergleichsgruppe von Wettbewerbsunternehmen Vergleichsmaßstab war.

2.7. Über die Relation der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insbesondere im Zeitablauf soll in geeigneter Form berichtet werden.

Leitlinien für eine nachhaltige Vorstandsvergütung: DESIGN – DARSTELLUNG – DIALOG